von István Tasnádi nach Heinrich von Kleist
Kohlhaas ist mit einer Koppel Pferde unterwegs zur Leipziger Messe. An der Grenze zu Sachsen wird er mit der Begründung aufgehalten, er habe keinen Passierschein. Kohlhaas versichert, sich sofort darum zu kümmern, doch man zwingt ihn, zwei seiner besten Pferde als Pfand zu hinterlassen. In Sachsen erfährt er, dass für eine Passforderung keine rechtliche Grundlage bestand. Als er seine Pferde zurückfordern will, muss er feststellen, dass sie in einem erbarmungswürdigen Zustand sind und sein Knecht halb totgeschlagen wurde. Kohlhaas erhebt Klage, doch sein Gegner ist einflussreich. Er muss erleben, wie ihm der juristische Weg zu seinem Recht verstellt wird. Bald geht es ihm nicht mehr um den materiellen Verlust, sondern nur noch um seinen Glauben an das Recht überhaupt. Als er diesen verliert, wird aus dem rechtschaffenen Rosshändler einer der entsetzlichsten Menschen seiner Zeit. |