Das Meer ist eine romantische Metapher - Sinnbild für Sehnsucht und Aufbruch, für Abschied und Heimweh. Mit kammermusikalischer Intensität entwirft Max Raabe ein akustisches Panorama dieser schillernden Gefühlswelt. In überwiegend leisen Tönen erzählt das neue Solo-Konzertprogramm "Übers Meer" von Liebe und Sehnsucht, von Weggehen und Ankommen. Konzentriert und variantenreich spannt die ebenso voluminöse wie präzise Baritonstimme den großen, melodramatischen Bogen - heiter, elegisch und melancholisch.
Einem Liederzyklus gleich fasst Max Raabe die Lieder, Schlager und Couplets atmosphärisch zusammen. Klassiker wie "Ninon", "Irgendwo auf der Welt" oder "Ein Lied geht um die Welt" interpretiert Raabe mit einem zerbrechlichen Glanz fernab jeder falschen Süßlichkeit. Dem still sehnenden "Wenn der Wind weht über das Meer" - im Original von den Comedian Harmonists gesungen - ist schließlich jene Zeile entnommen, die den Namen des Konzertprogramms trägt.