Er ist kein Mensch, der sich als Showstar vermarkten lässt, kein Musiker, der über Nacht berühmt geworden ist, kein Exzentriker, der um jeden Willen anders klingen möchte als seine Kollegen und dabei vor lauter Effekthascherei das erzählerische Moment der Musik vergisst. „Während eines Konzerts fühle ich mich wie ein Geschichtenerzähler“ sagt Andsnes. Die Noten sind seine Worte. Obwohl er zu den hellsten Sternen am Pianistenhimmel gehört, macht er keinerlei Aufhebens um seine Person. Was sein ... weiter lesenSpiel ausmacht, charakterisiert auch den Lauf seiner Karriere: beeindruckend unaufgeregt, mit ein Gespür für den richtigen Moment. Gerade ist er 40 geworden und hat noch einmal überdacht, was er im Leben erreichen will. Er möchte sich auf die Dinge konzentrieren, die ihm am wichtigsten sind. Dazu gehört auch, sich an die Komponisten heranzuwagen, um die er bislang eher einen Bogen gemacht hat. Wie Debussy oder Chopin. Jetzt fühlt er, dass die Zeit reif dafür ist. |