Von Johann Wolfgang von Goethe.
Alles hat Faust schon versucht: Er hat Bücher gewälzt, Geister beschworen und mit Selbstmordgedanken gespielt. Die Unzulänglichkeit des eigenen Denkens und die Beschränktheit seiner Umwelt bringen ihn zur Verzweiflung. Da kommt der Teufel grade recht, der verspricht, ihn aus seiner Misere zu erlösen. Faust ist sich sicher, dass auch der Teufel seinen Wissensdurst und seine Erlebnissucht nicht restlos befriedigen kann. Er schließt mit ihm einen Pakt, der ... weiter lesenverhängnisvoll ist. Denn auf der rücksichtslosen Suche nach Genuss und Lust, nach Selbstverwirklichung und Selbstbefreiung bleiben nicht nur die kleinen Leute auf der Strecke, sondern auch das Heiligste: die Liebe.Zweimal hat Faust die Chance einer Liebesbeziehung mit einer Frau. Und zweimal zerstört er sie, weil es ihn zu Höherem zieht. Er geht seinen Weg durch die Welt ohne Frauen, ohne Liebe. Begleitet wird er von Mephisto, seinem Alter Ego …
Die "Faust"-Tragödie ist Goethes Lebenswerk, in dem er sich über sechzig Jahre lang mit unserer Geschichte und Lebensweise auseinandergesetzt hat. Faust ist ein ganz moderner Mensch auf Grund seiner Ungeduld und Ruhelosigkeit, seinem Riesenhunger nach Mehr und immer Mehr.Der Tragödie erster Teil (1808) verarbeitet persönliche Erfahrungen ebenso wie volkstümliche Faustgeschichten, die Goethe in seiner Jugend kennen lernte.
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