Die Entstehung der Dresdner Philharmonie fällt mit der Einweihung des ersten Konzertsaales für die Bürger der Stadt am 29. November 1870 zusammen. Die Wurzeln des Klangkörpers reichen allerdings zurück bis zu den Anfängen der städtischen Musikpflege, der Ratsmusik, die unabhängig von Hof und Adel im 15. Jahrhundert entstand und bis weit ins 19. Jahrhundert hinein lebendig blieb. Mit den Orchesterkonzerten im so genannten "Gewerbehaussaal" gewann die Entwicklung des öffentlichen Konzertwesens in Dresden eine neue Qualität.
Die großen Komponisten jener Zeit wie Johannes Brahms, Peter Tschaikowski, Antonín Dvorák oder Richard Strauss führten ihre eigenen Werke mit dem "Gewerbehausorchester" auf. Ab 1885 spielte es regelmäßig Philharmonische Konzerte, die dem Klangkörper 1915 den Titel "Dresdner Philharmonisches Orchester" eintrugen. An den ersten Pulten saßen herausragende Konzertmeister wie Eugène Ysaye, Stefan Frenkel, Szymon Goldberg oder die Cellisten Stefan Auber und Enrico Mainardi. 1909 war die Dresdner Philharmonie eines der ersten deutschen Orchester überhaupt, die in den USA auf Tournee gingen. Seitdem – und bis heute - führen Gastspielreisen die Dresdner Philharmonie in die bedeutenden Musikzentren Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens. |