Weit mehr als eintausend Millionen Menschen werden am 11.Juli 2010 live dabei sein, wenn in Johannesburg das Finale um die 19. Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Was für ein Aufstand, wegen eines Spiels, bei dem 2 x 11 Mann in kurzen Hosen unter Aufsicht von drei Schiris einem Ball hinterher rennen.
Der Fußball taugt eben besonders gut als Sinnbild für alles, was Menschen zu Siegern macht oder zu Verlierern. Nicht zuletzt, weil auch Glück und Pech auf dem Rasen so nahe beieinander ... weiter lesenliegen, wie im richtigen Leben. Auf dem Platz geht es zu wie auch überall sonst in der Welt. Langweilig und dramatisch, bösartig und fair. Wir erleben Akteure und Zuschauer aller Hautfarben und Religionen. Es gibt Anführer und Mitläufer. Favoriten und Außenseiter. Einflussreiche Global Player, fanatisierte Massen, bestechliche Unparteiische. Regeln, Verstöße, Strafen, Fehlurteile. Und am Ende zählt nur das Ergebnis. Gewinnen, Verlieren. Der Rest ist Bangen und Hoffen. |