Von Wenedikt Jerofejew
Schon bald nach seinem Entstehen (1969) war »Die Reise nach Petuschki« eines der populärsten Manuskripte im russischen Untergrund. Ein aberwitziger Monolog eines Mannes, der den Namen seines Autors trägt und ihm auch sonst nicht unähnlich zu sein scheint.Es ist früher Morgen, Moskau. Wenitschka ist auf dem Weg zum Kursker Bahnhof, um eine Reise nach Petuschki zu seiner Freundin anzutreten. Anfangs noch in der Obhut von Engeln findet sich der zunehmend betrunkener werdende ... weiter lesenHeld der Geschichte kurz vor Ziel in der apokalyptischen Finsternis wieder, unheilvolle Erscheinungen verhöhnen ihn, der Satan verlockt ihn zum Sprung aus dem Zug, eine Horde Erinnyen sausen durch den mit einem Mal Richtung Moskau zurückfahrenden Zug. Völlig verwirrt findet sich Wenitschka in der Hauptstadt wieder und nicht bei seiner Geliebten, als wäre er nie losgefahren. Er wird von vier Männern zusammengeschlagen, sucht Zuflucht in einem Hauseingang und entkommt ihnen doch nicht. |