Von Friedrich Hebbel
In den "Nibelungen" – von Friedrich Hebbel 1850–1860 auf der Folie des hochmittelalterlichen Nibelungenliedes als Trauerspiel in drei Abteilungen verfasst – wird nicht überlegt, es wird gehandelt, gibt es keinen Alltag, sondern nur den Ausnahmezustand. Es geht um Treue und Verrat, um Liebe und Krieg, um Gier und Hass, um Liebe und Ohnmacht, um Sieg und Niederlage, um alles oder nichts. Einsam in ihrer nordischen Heimat ist die unberührbare Brunhild, daran will auch der in ... weiter lesendie Fremde ausgezogene Siegfried nichts ändern – unbesiegbar geworden durch des erlegten Drachens Blut wird es sein Ziel, an König Gunthers Burg ein neues Zuhause zu finden. Der König aber will die stolze Fremde besitzen und der Drachentöter erhält zum Lohn für die Hilfe, Brunhild zu bezwingen, die von ihm begehrte Kriemhild. Der verräterische Plan gelingt – als die beiden Frauen jedoch den Verrat entdecken, ist der Startschuss zum blutigen Kreislauf der Rache, die tiefen Wunden der Enttäuschten überlagernd, gesetzt. |