Stück in zwei Akten von Tennessee Williams
Amanda lebt mit ihren Kindern Laura und Tom in ärmlichen Verhältnissen. Ihr Mann hat die Familie längst verlassen. Jeder sucht nun seinen Weg aus dieser Misere. Amanda lebt in ihren Jugenderinnerungen, Tom träumt von einem Leben als Dichter und Laura entflieht der Realität mit Hilfe ihrer Glasmenagerie, einer Sammlung von Glastierchen, die sie hütet und beschützt. Auf Drängen der Mutter, die ihre Tochter endlich verheiratet und ihr eigenes Leben abgesichert sehen will, lädt Tom seinen Arbeitskollegen Jim nach Hause ein. Als sich der vermeintliche Hoffnungsträger im Laufe des Abends jedoch als bereits vergebener Mann herausstellt, bricht das mühsam errichtete Wunschweltbild der gesamten Familie zusammen.
Der Moralist Tennessee Williams zeigt mit einer poetischen Eindringlichkeit, wie leicht es ist, vor einer ungeliebten Realität in einen Traum zu fliehen, und dass die Realität doch immer stärker ist als jeder Traum.
Inszenierung: Matthias Kaschig
Bühne und Kostüm: Jürgen Höth
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