D: Markus L. Frank
I: Ana Haffter
B: Bernhard Kilchmann
K: Cordula Stummeyer
Die Operette „Das Land des Lächelns“ ist eine Umarbeitung der heiter verspielten Chinoiserie „Die gelbe Jacke“. Unter diesem Titel erlebte die Operette am 9. Februar 1923 im Theater an der Wien ihre Uraufführung. Es ist das meistgespielte „quasitragische“ Werk von Lehárs späten Operetten.
„Das Land des Lächelns“ lebt aus dem Kontrast des kunstreich eingefangenen fernöstlichen Milieus und dem Gemütston des Wienerischen: Der chinesische Prinz Sou-Chong hat sich in Lisa, die schöne Tochter des Grafen Lichtenfels in Wien, verliebt. Da er glaubt, dass seine Liebe nicht erwidert werden kann, verbirgt er seine glühende Leidenschaft hinter der Maske des „Immer nur lächeln“. Lisa ihrerseits ist jedoch auch dem Reiz des Exotischen erlegen, und als Sou-Chong in seine Heimat zurückgerufen wird, gesteht sie ihm beim Abschied ihre Zuneigung.
Lisa folgt Sou-Chong als Gattin nach Peking, kann aber in der Fremde nicht Fuß fassen, und die starren Traditionen zwingen sie in ein Leben, das sie unglücklich werden lässt. Erst nach vielen Schwierigkeiten und Verwicklungen gelingt es ihr, wieder in ihre Heimat zu gelangen. Prinz Sou-Chong bleibt „lächelnd trotz Weh und tausend Schmerzen“ in Peking zurück.
Lehárs klangliche Vielsprachigkeit reift in dieser Operette nochmals zu voller Blüte: Der Einbruch des exotischen Prinzen in die Salons des Wiener Adels und Lisas „Ausflug“ in die fernöstliche Welt sind musikalisch feinsinnig und humorvoll, aber auch pathetisch eingefangen, namentlich in der Partie des Heldentenors Sou-Chong, die ursprünglich für den berühmten Tenor Richard Tauber komponiert worden war.
|